Man könnte meinen, Kaffeemachen sei ein Kinderspiel. Aber haben Sie schon einmal überlegt, wie viele Leute es braucht, um Kaffee zu machen? Mehr als 60 Millionen Menschen sind in der Kaffeeindustrie beschäftigt. Lesen Sie hier, wie viel Arbeit und Herzblut in einer Tasse Kaffee steckt.
Alles fängt auf den Plantagen an, wo die Bauern die Kaffeepflanzen hegen und pflegen und später die Kaffeekirschen ernten, meistens von Hand. Danach müssen die Bohnen aus dem Fruchtfleisch gelöst werden. Dazu werden sie entweder an der Sonne getrocknet oder im sogenannten Pulper entfleischt.
Wegen ihrer grünlichen Farbe werden trockene Bohnen auch grüne Bohnen genannt. Die meisten werden exportiert und danach gemischt und geröstet.
Durch die Mischung verschiedener Arten von Bohnen erhält der Kaffee einen abgerundeten Geschmack. Ist die richtige Mischung der Bohnen gefunden, beginnt die wichtigste Phase der Kaffeeproduktion: die Röstung.
Erst während der Röstung entfalten die Bohnen ihr Aroma und erhalten ihren Geschmack. Je nach Röster und gewünschtem Geschmack werden die grünen Bohnen bei 180 bis 240 °C 3 bis 12 Minuten lang geröstet.
Bevor aus den gerösteten Bohnen Kaffee gemacht werden kann, müssen sie gemahlen werden. Beim Mahlen vergrössert sich die Oberfläche der Kaffeebohnen um ein Vielfaches und der Geschmack kann sich leichter entfalten.
Für die Herstellung von löslichem Kaffee wird der Kaffee aufgebrüht und dann getrocknet. Die Trocknung erfolgt entweder heiss oder kalt, d. h., entweder durch Sprüh- oder durch Gefriertrocknung.
Zuletzt wird der Kaffee verpackt und an die Verkaufsstellen geliefert.