Kaffeehäuser spielten in der Geschichte des Kaffees eine wichtige Rolle. Die ersten Kaffeehäuser entstanden im Nahen Osten, wobei die Eröffnung eines Kaffeehauses in Arabien erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt wird. Mit der zunehmenden Beliebtheit von Kaffee entstanden auch immer mehr Kaffeehäuser, zunächst in Städten wie Mekka, Damaskus und Kairo. Es ist nachzulesen, dass es sich um gut besuchte Lokale handelte, wo sich die Männer zum Gespräch oder Spiel trafen.
Das erste Kaffeehaus Europas wurde 1645 in Venedig eröffnet. Bald danach folgten Häuser in London, Paris und anderswo. Besonders bei den Männern aus mondänen und intellektuellen Kreisen waren sie ein beliebter Treffpunkt. Zum Beispiel war das 1686 eröffnete Café Procope in Paris, das noch heute in Betrieb ist, eine wichtige Adresse für grosse Denker der Aufklärung wie Rousseau und Voltaire und später für Revolutionäre wie Robespierre und Marat.
In den USA wurde das erste Kaffeehaus 1676 in Boston eröffnet. In der politisch turbulenten Zeit der 1960er Jahre wurden die Kaffeehäuser vor allem von Folkmusikern und Hippies frequentiert, aber seit den 1990ern und dem Auftauchen von Kaffeehausketten gehören sie zum amerikanischen Mainstream.