Bitterkeit ist ein wesentlicher Teil des Geschmackseindrucks von Kaffee. Ein gewisses Mass an Bitterkeit rundet den Geschmack des Kaffees ab und gleicht die anderen Geschmackselemente aus.
Beschreibungen von Kaffee enthalten oft Begriffe wie „feine Bitterkeit“, „weiche Bitterkeit“ oder „gut ausgewogene Bitterkeit“.
Was aber macht einen Kaffee bitterer als den anderen? Dafür gibt es mehrere Faktoren. Zuerst einmal die Bohne: Robusta ist bitterer als Arabica. Dann die Röstung: In der Regel erhöht eine dunklere Röstung die Bitterkeit des Kaffees. Ein dritter Faktor ist die Zubereitungsmethode. Darum hat Espresso häufig einen etwas bittereren Geschmack.
Die nächste Frage lautet: Wie bitter soll ein Kaffee sein? „Nicht zu bitter!“ oder „Sehr bitter!“, werden Sie sagen. Und das zu Recht, denn die Wahrnehmung von Bitterkeit ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, genauso wie die Wahl des Kaffees.
Allerdings ist die Bitterkeit nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bis zu einem gewissen Grad ist die Vorliebe für Bitterstoffe in Speisen und Getränken auch eine Frage der Kultur. Zum Beispiel werden in der chinesischen und der italienischen Küche viele bittere Zutaten verwendet.
Und Geschmäcker ändern sich, wie der aktuelle Trend für dunkle, „bittere“ Schokolade und Espresso zeigt. Manchmal ist bitter besser.