Es bedarf einer ganzen Reihe von Prozessen, um die frischen Kaffeekirschen von den Bäumen in die grünen oder Rohkaffeebohnen zu verwandeln, die dann an Röster wie Nestlé verkauft werden.
Die diversen Prozesse haben grossen Einfluss auf die Qualität und damit auf den Preis für den fertigen Rohkaffee. Je nach ihren Möglichkeiten können die Pflanzer einen grösseren oder kleineren Teil der Aufbereitung eigenhändig vornehmen und die Bohnen dann zu einem höheren Preis verkaufen.
Kaffee wird zumeist von Hand gepflückt. Um die beste Kaffeequalität zu erzielen, werden nur die reifen roten Kirschen ausgewählt und die anderen zum Ausreifen an den Zweigen gelassen. Da also jeder einzelne Baum mehrmals abgeerntet werden muss, ist diese Methode recht kostspielig. Alternativ können die Pflanzer einen Erntezeitpunkt bestimmen und die Bäume in einem Durchgang, d.h. reife und unreife Kirschen, abernten. Zu diesem Zweck streifen die Pflücker mit ihren Händen die Kirschen von den Zweigen ab (sogenannte «Strip»-Pflückung). Die Kirschen fallen auf eine unter dem Baum ausgebreitete Plane und werden eingesammelt. Diese Methode ist rationeller, führt aber zu Qualitätseinbussen.